Herbstkonzert - Presseartikel
22.11.2009

Schwäbische Post vom Dienstag, den 24. November:

Die Zugabe wird zum Meisterstück

Musikverein Westhausen bietet beim Herbstkonzert vielseitige musikalische Unterhaltung

Der Musikverein Westhausen begeisterte beim Herbstkonzert in der Turn- und Festhalle Westhausen am Sonntagabend sein Publikum. Fast 300 Zuhörer erlebten ein Konzert mit großer musikalischer Bandbreite, bei dem sogar die Übersetzung von Heavy Metal in Blasmusik gelang.

 

Westhausen. Gemeinsam mit dem Musikverein Nenningen und der eigenen Jugendkapelle bestritt der Musikverein Westhausen sein Herbstkonzert. Mit einer frischen Songauswahl bewies der Musikverein zum einen sein großes Repertoire und zeigte zum anderen, wie modern ein Blasmusikkonzert daher kommen kann. So betonte Vorsitzender Gerhard Oppold: „Wir wünschen uns Spaß an und mit der Musik.“ Diese Worte unterstrichen die 36 Musiker unter Leitung von Dirigent Reinhard Langer eindrucksvoll.
Mit schwierigen Tempiwechseln stellte das Titellied der „Mission Impossible“-Filmreihe von Lalo Schifrin eine Herausforderung dar. Pulsierend und spannungsgeladen intoniert machte sich der MV daran, diese unmögliche Mission zu meistern. Von drohenden Pauken begleitet nahmen mal Blech-, mal Holzbläser die Zuhörer mit auf wilde Verfolgungsjagden. Bei „Against all Odds“ von Phil Collins spielte sich vor allem Ludwig Schwarz in den Vordergrund. Als Solist erntete er für die warmen, einfühlsamen Töne seines Altsaxophons viel Beifall. Mit einem Medley der Rocksongs von Deep Purple zeigten die Westhäuser Bläser, dass Musik eine universelle Sprache ist, die auch moderne Einflüsse klassisch verarbeiten kann. Die Vielseitigkeit der Musiker war bei dieser Übersetzung gefragt, bei der Klarinetten und Flöten die E-Gitarrensoli ersetzten.
Locker und fröhlich führte Simone Schmid erklärend durch das Programm, das bei der Zugabe seinen Höhepunkt fand. Manuela Wagner, Erika Reinhard, Andreas Mayr und Gerhard Oppolt ließen „vier Halbgötter“ der Musik der 70er Jahre aufleben. Die Musiker lieferten mit Abbas „Thank you for the music“ den vierstimmig gesungenen Beweis, nicht nur an ihren Instrumenten wahre Könner zu sein.
Die Jungmusiker aus Westhausen, dirigiert von Michael Wanner, hatten den Auftakt in ein kurzweiliges Konzert geliefert. Amerikanisch modern schlenderten sie bei Green Days „Boulevard of broken dreams“ schwermütig-träumerisch die Straße entlang. Oder kamen mit „The Flintstones“ lustig und heiter daher. Mit einem sonnigen Ausflug nach Afrika wärmten sie die Herzen des Publikums. Nicht zuletzt beim „Siyahamba“, dem instrumentalisierten Zulu-Gesang – der Nachwuchs ließ keine Sorge an der Güte der Westhausener Blasmusik-Zukunft aufkommen.
Die Gäste des Musikvereins Nenningen rundeten klangvoll einen Abend ab, bei dem viele Facetten der musikalischen Unterhaltung angespielt wurden.

© Schwäbische Post 24.11.2009 Benjamin Leidenberger

© by KL CONSULTING - Impressum