Kirchenkonzert 2011 - Presseartikel
06.02.2011

„Wellness für die Seele“

Kirchenkonzert des Musikvereins Westhausen in St. Mauritius begeistert die Besucher

Auf seine Art hat der Musikverein Westhausen mit einem Kirchenkonzert in der Pfarrkirche St. Mauritius ein schwungvolles Gotteslob verkündet, das auch Pfarrer Mattias Reiner begeisterte. Auch die vielen Besucher swingten mit beim Spiritual „Oh Happy Day“ und sangen „Danke für diesen schönen Abend“.

Franz Mayer

Westhausen. Ludwig van Beethovens Ode an die Freude war ein gelungener Auftakt, mit dem Dirigent Reinhard Langer der besinnlich freudigen Stunde auch ein Vorzeichen zur erbauenden Einstimmung gab. Als geistliche Musik zum Zelebrieren folgte die „Celebration Ouvertüre“ aus der Hand des Niederländes Kees Vlak.
„Kleine Schikanen“ hätten die Komponisten den Musikern zum Umsetzen ihrer Intentionen aufs Notenblatt geschrieben, sagte Vorsitzender Gerhard Oppold bei der Begrüßung. Unermesslich größer mögen dagegen Martyrien von Menschen an Menschen gewesen sein, die man mit der Komposition „Die Heilige und die Hexe“ von Steven Reinecke interpretierte.
Ein im Programm abgedruckter Text zum Schicksal der 1588 in Ellwangen geborenen Zwillinge Helene und Sybilla informierte zur Handlung und verhalf dem Zuhörer zu einem Sich-Hinein-Denken in die dunkle Zeit der Inquisition.
Glockenklänge und düster anmutende Melodien, Lautmalereien des Schlagzeugregisters, schaurig schön bezaubernde Klangbilder der Bläser durch alle Register und auch bizarres Abwinken des Dirigenten ließen „Hexenwahn“ erahnen. Wie eine Auferstehungsmelodie folgte diesen Elegien beschwingt, fast ins Tänzerische gehend „La Dona Divina“ von Franz Watz.
In einem Impuls bekundete Pfarrer Mattias Reiner seine Freude über die dargebotene Musik. „Wellness für die Sinne“ habe ihm Vorsitzender Gerhard Oppold das Konzert angekündigt und „Wellness für die Seele“ erfülle das Kirchenschiff. Das vom Pfarrer erläuterte Wort „Dank“ als dem kürzesten Gebet wiederholte sich zigmal im Lied „Danke für diesen schönen Abend“.
Jetzt erklang der Klassiker unter den gängigen Spirituals der jüngeren Geschichte, „Oh Happy Day“, und gab der „beethovenschen Freude“ eine beschwingte Note.
Andreas Mayr, Erika Reinhard, Manuela Wagner und Gerhard Oppold als Vokalsolist hörte man als Interpreten, begleitet vom Orchester des Musikvereins Westhausen.
„I will follow him“ und „Son of a preacherman“ folgten. Auch das rhythmische Mitklatschen der Besucher gab den Musikern „Künstlerlohn“ und es folgten Zugaben.

© Schwäbische Post 07.02.2011

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