Kirchenkonzert 2004
19.12.2004

KIRCHENKONZERT / Musikverein Westhausen bietet von Bachs Toccata bis Bruckner ein buntes Programm

Die Besucher helfen der Mission in Peru

 

Der Applaus von über 250 Besuchern im Kirchenschiff von St. Mauritus und deren Spende für die Missionsarbeit von Pater Hieber in Peru waren ideeller "Lohn und Segen" für der Mühe Preis vieler Proben von Aktiven des Musikvereins, die schließlich einem großen Te Deum zum vierten Advent ein Glanzlicht setzten.


VON FRANZ MAYER

WESTHAUSEN    Johann Sebastian Bach erhob einst die Toccata zum "Muss" ins Repertoire der Organisten, und Westhausens Musikvereinsdirigent Reinhard Langer sah eine solche "For Band" angemessen, so der Titel des aufgeführten Werkes von Frank Erickson, bei dem Klarinetten und Schlagwerker in Solis überzeugten. "Das ist der Ort der Heiligkeit" und Anton Bruckners "Locus iste" verlangten exakte Paraphrase, eine Herausforderung für Chöre, eine noch größere für Blasmusiker. Und die von Westhausen bewiesen, dass sie es drauf haben, auch mit Bruckners Sanctus und Ave Maria. "Spiritual Moments" erinnerten an Klagelieder versklavter Menschen neuzeitlicher Geschichte und mit dem israelitischen Friedensgruß "Shalom" hatte der Komponist Kees Vlak ein Bravourstück betitelt, bei dem das Orchester auch mit Klezmer-Interpretationen beeindruckte.
Besinnlich stimmte der von Rudolf Mattes vorgetragene Text zum Advent, in dem es durch Selbstbesinnung möglich werde, Gottes Menschwerdung zu erahnen. Eine weiter Lesung entschlüsselte Sprachbilder des Adventsliedes "Macht hoch die Tür", das die Gemeinde, begleitet vom Orchester sang. Ganz besonderer Gesang durchdrang das Kirchenschiff mit dem begnadeten Solisten Paul Kucher und "Last Christmas". Nur mit Zugaben entließ das begeisterte Publikum bei stehenden Ovationen seine Musiker, und Vorsitzender Gerhard Oppold wies auf den Benefizcharakter des Konzertes hin. Er dankte der Kirchengemeinde, dass sie in der Kirche spielen durften. Paul Kucher trat bei der Zugabe nochmals als Vokalsolist in Aktion und das Trompetenduett "Dona nobis" gespielt von Tobias Scheu und Michael Wanner beschloss die beeindruckende adventliche Stunde.

 

© Schwäbische Post 22.12.2004

 

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