Herbstfest 2003
25.10.2003

MUSIKVEREIN WESTHAUSEN / Herbstfest mit dem Heeresmusikkorps zehn aus Ulm

Blasmusik vom Feinsten

Das erste Herbstfest des Musikvereins Westhausen am Samstagabend in der Turn- und Festhalle war ein voller Erfolg. Die Egerländerbesetzung des Heeresmusikkorps zehn aus Ulm lockte zahlreiche Freunde zünftiger Polkas und schnittiger Marschmusik an.

WESTHAUSEN    Nachdem diese Besetzung des Heeresmusikkorps bereits bei den Feierlichkeiten anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Westhausener Musikvereins im vergangenen Jahr im vollbesetzten Festzelt für beste Stimmung gesorgt hatten, boten die Profimusiker auch an diesem Abend exzellente und harmonische Blasmusik vom Feinsten, gespickt mit allen Schwierigkeitsgraden. Unter ihrem Dirigenten Reiner Mäder präsentierten sie den Gästen einen bunten Querschnitt aus böhmisch-mährischen Polkas, Heeres- und Marschmusik sowie volkstümlichen und auch zünftigen Stücken.
Den schwungvollen Auftakt bildeten der Montana Marsch und die Hutnicka Polka. Mit dem Walzer "Grüße aus Südmähren", schlugen die Heeresmusiker eine ruhigere und beschaulichere Richtung ein und erinnerten das Publikum in musikalischer Weise an die Schönheit Mährens. Spritzig und voller Elan präsentierten sie auch das Stück "The Tromboe Rag", bei dem sich die Solisten Hauptfeldwebel Anton Müller, Oberstabsfeldwebel Kemmer-Mannschreck, Hauptfeldwebel Leo Fischer, Oberfeldwebel Norbert Hann und die Obergefreiten Markus Rösch und Tobias Pfeiffer an ihren Posaunen von ihrer besten Seite präsentierten.
Beeindruckt zeigte sich das Publikum von den Klarinetten-Solis von Martin Traub, Michael Groner und Rainer Hofecker in dem anspruchsvollen Stück "Tico Tico", bei dem sich langsame und schnelle Passagen abwechselten.
Militärmusik vom Allerfeinsten präsentierte die Egerländerbesetzung des Heeresmusikkorps anschließend mit den bekannten Märschen "Fridericus Rex", "Regimentsgruß", und "König Karl". Schnittig, schneidig und äußerst dynamisch interpretierten die Musiker die Stücke und verursachten dadurch bei dem ein oder anderen Zuhörer ein rhythmisches Fußwippen und Fingertrommeln auf den Tischen. In die ungarische Pusta entführten die Musiker ihr begeistertes Publikum mit dem Stück "Pustazauber". Die verschiedenen Tempiwechsel meisterten sie hier mit Bravour und bestachen durch ihre einzigartige Harmonie und Klangstärke.
Restlos begeistert war das Publikum von dem Stück "Csardas". Hierbei brillierte der Solist Anton Müller an der Posaune. Meisterlich interpretierte er das Stück auf seine ganz eigene Art und Weise und entlockte dem Instrument sowohl bei den schnellen, als auch bei den langsamen Tonläufen klang- und ausdrucksstarke Töne.
Auch die Freunde der zünftigen Musik kamen bei diesem abwechslungsreichen und anspruchsvollen Konzert voll und ganz auf ihre Kosten. Bei schwungvoller und allseits bekannter Tanzmusik klang der gelungene Abend, bei dem neben den musikalischen auch die kulinarischen Ansprüche der Gäste aufs Vollste zufrieden gestellt wurden, in der kunstvoll dekorierten Festhalle aus.
sas

 

© Schwäbische Post 27.10.2003

 

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